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der Seerosenteich in Monets Garten
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Tourelles Burg in Vernon
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Monets Garten in Giverny : die Wiege seines künstlerischen Schaffens

Die Stiftung Claude Monet

 

Der kleine normannische Ort Giverny an der Seine, nur 3 Kilometer weit von Vernon, und Monets Haus und Garten, in dem er von 1883 bis zu seinem Tod, am 5. Dezember 1926, lebte, sind ein begehrtes Ziel von Pilgern aus aller Welt.

Das Anwesen in Giverny, das Monets Sohn 1966 der Académie des Beaux Arts vermacht hat, wurde 1980 nach Beendigung umfangreicher Restaurierungsarbeiten als "Claude Monet Stiftung" eingeweiht..

Das Haus mit seiner rosa verputzten Fassade hat seinen farbenfreudigen Innendekor und seinen intimen Charme von einst wieder erhalten.


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Sehr interessant ist, dass man die ehemaligen Wohnräume besichtigen kann.
Ganz besonders tut es den Touristen das gelbe Esszimmer und die blaue Küche an. (Hier dürfen Sie leider nicht fotografieren.) In mehreren Zimmern ist die wertvolle Sammlung japanischer Holzschnitte zu sehen, die so wieder aufgehängt wurde, wie es schon der Meister von Giverny selbst gewählt hatte.

In Monets Werdegang wurde die Liebe zur Natur und insbesonders zu den Gärten das zentrale Thema seiner Kunst.
Schon in Argenteuil (neben Paris), wo er 1871-1878 mit seiner Familie lebte, gestaltete er seinen Garten und malte seine Familie inmitten dieser Blumenpracht.





Später, als er in Giverny lebte, schrieb er : "An meinem Garten arbeite ich kontinuierlich und mit Liebe, am nötigsten brauche ich Blumen, immer, immer. Mein Herz ist stets in Giverny."
Dank seines Kunsthändlers Durand-Ruel hatte er viele erfolgreiche Ausstellungen in der ganzen Welt; sie ermöglichten ihm, einen großen Garten mit Teich und Seerosen, einer japanischen Brücke und exotischen Pflanzen anzubauen.

Zuerst baute Monet das Haus und den Garten um: eine kleine Scheune wurde rum Atelier und eine andere Scheune zur Küche.
Später, kaufte er 1893 eine Wiese auf der anderen Straßenseite seines Grundstücks, und legte dort einen Teich an, den er mit Seerosen bepflanzte. (Beide Gärten sind heute durch einen Tunnel miteinander verbunden.)
Er las viel Fachliteratur, abonnierte Zeitschriften zum Gartenbau und besuchte Blumenausstellungen in Paris.


Dieser Garten war nicht nur ein Refugium, sondern auch ein Labor: Monet gestaltete den Garten so, dass von ihm die Inspiration ausging, die er dann malte.
Ab 1884 wurde sein Garten zum zentralen Motiv und nach 1897 verdrängten der Teich und die Seerosen alle anderen Motive.

 

Seerosen, 1907


Im Garten vor dem Haus (Le Clos Normand), verwandelte er den Nutzgarten in einen Ziergarten und so erwachte sein Interesse am eigenen Garten als Motiv: Monet fällte die Apfelbaüme und pflanzte an ihrer Stelle Rosen und Kapuzinerkresse. Sandwege wurden erstellt und Spaliere für Kletterrosen installiert. Er pflanzte Beete auf beiden Seiten der Hauptallee an, die er nach Farbe und Höhe der Blumen zusammenstellte und wählte die Sorten so, dass vom Frühjahr bis in den späten Herbst hinein immer etwas blühte. Nicht mehr erkennbar war für die Einwohner von Giverny die geometrische Struktur der alten Gartenkomposition, weil eine Woge von Blumen und Stauden diese verdeckte.

Die Gartenanlagen des "Clos Normand" mit ihren geradlinigen Perspektiven und ihren rankenden Pflanzengewölben, welche flimmernde Blumenbeete umgeben, bilden vor dem Haus und den Ateliers vom Frühling bis zum Herbst die schillernde Palette eines Maler Gärtners, der "in Blumen vernarrt" war.


 



Wassergarten

Und schliesslich liegt der Wassergarten, von einem Arm des Flusses Epte gebildet und von Trauerweiden umschattet, etwas unterhalb. Mit seiner berühmten Japanischen Brücke, seinen Glyzinien, seinen Azaleen und seinem Teich ist er wieder jener Himmels und Wasserschrein geworden, der die Bildwelt der Seerosen entstehen liess.
Ein verwunschenes Fleckchen Erde, gesäumt von Trauerweiden, Bambuswald und üppig duftender Blütenpracht. Eine Oase der Stille, von einem Menschen angelegt, der von sich sagte: "Außer fürs Malen und Gärtnern bin ich für nichts gut."

Während im Hausgarten eine gewisse rechtwinklige Regelmäßigkeit herrscht, ist der Wassergarten asymmetrisch angelegt, sodass beide Gartenteile einen sehr verschiedenen Eindruck machen. Überdies sind Haus und Garten in Giverny sorgfältig getrennte Bereiche.

Monet wollte, dass sein Garten am perfektesten wäre. Und perfekt bedeutete nicht ziemlich schön, aber ganz perfekt: Monet hatte sieben Gärtner und jeden Morgen sollte einer mit dem Boot auf dem Teich fahren um die Seerosen eine nach der anderen zu waschen. Und da die Strasse zwischen den Gärten staubig war, ließ er sie aus eigener Tasche asphaltieren

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Die Beete blühten vom Frühjahr bis zum Spätherbst immer wieder auf Neue. Monet pflanzte Zwiebelgewächse, Stauden und Einjahresblumen und dort, mit seiner Malerausrüstung verbrachte er die Tage inmitten seiner Blumen.

Auch in den Augen der Betrachter war der Garten nun selbst eines von vielen Werken geworden, und wenn Clemenceau schrieb: "...der Garten Monets muss zu seinen Werken gezählt werden, da er den Zauber einer Anpassung der Natur an die Arbeit des Lichtmalers verwirklichte" so bedeutet das, dass sich zuletzt die Natur der Kunst anpasst - zumindest dem Anschein nach.


   

Und wenn Monet für einige Tage Giverny verlassen musste, dachte er nur an die Rückkehr. Er schrieb: "Eine Trennung von Giverny träfe mich hart ... nie wieder fände ich einen so schönen Ort".

Ja, ein schöner Ort, wirklich…